Freitag, 13. Januar 2017

Adèle Bréau - Fast perfekte Heldinnen

Mathilde, Alice, Lucie und Eva leben mit ihren Männern und Kindern in Paris und sind seit Jahren die allerbesten Freundinnen. Alle um die Vierzig schleicht sich in den Beziehungen der Frust oder der noch immer nicht erfüllte Kinderwunsch ein. Gerade haben sie alle zusammen einen wunderschönen Sommer bei gutem Essen und Wein in der Provence verbracht, als sich in der ein oder anderen Beziehung die ersten Risse zu einem großen Spalt ausweiten. Mathilde und Max streiten sich mehr als zuvor; Alice, die von ihrem Adrien getrennt lebt, lebt in ihrem Beruf als Köchin auf; Eva, die schon so lange auf Nachwuchs hofft, Vincent aber immer wieder auf Geschäftsreise ist, trifft auf Jacques und verbringt mit ihm traumhafte Stunden. Nur Lucie scheint mit ihrem Leben und den drei Lindern restlos zufrieden zu sein.

Die Autorin schafft es brillant, mich sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Ich fühle mich wohl zwischen den Freundinnen und kann mich sehr gut in sie hineinversetzen. Anders als bei uns, geht in Frankreich fast jede Frau Vollzeit arbeiten und muss sich daher zwischen Arbeit, Haushalt, Kindern, Ehemann und ihren eigenen Bedürfnissen zerreißen. Die verschiedenen Probleme der Freundinnen, aber auch ihre Zusammengehörigkeit kommen sehr gut rüber.

Durch den kurzweiligen, leicht zu lesenden Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Es wird nie langatmig oder langweilig, weil immer bei einer der Damen irgendetwas passiert. Auch die Dialoge, die sie führen, haben mich gut unterhalten und hier und da sogar zum Nachdenken angeregt.

Eine wunderbar unterhaltende Geschichte, die bei mir Lust auch auf das Buch der Männer und ihre Sicht macht.


Bréau, Adèle
Fast perfekte Heldinnen
Ullstein Verlag, Berlin
ISBN
9783548613253

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© Gaby Hochrainer, München 2017

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