Sonntag, 11. Dezember 2016

Katrin Rodeit - Lauernde Schatten

Bisher habe ich alle Fälle einer anderen Ermittlerin, Jule Flemming, aus Katrin Rodeits Feder mit erlebt. Daher war ich sehr gespannt, wie der neue Thriller aufgemacht sein würde. Und schon hier muss ich sagen, ich bin auch von Jessica Wolf begeistert.

Aber der Reihe nach:
Oskar Falkenberg versucht mit kriminellen Machenschaften sein Fleischimperium zu retten und einige Familiengeheimnisse zu verschleiern. Als seine Tochter Hannah entführt wird, die erste Lösegeldübergabe platzt und sich Jessica Wolf mit ihrem Kollegen Dennis Steiner einschaltet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und um Hannahs Leben.

Athmosphärisch dicht wird eine Geschichte erzählt, die ich gut nachvollziehen kann. Zum einen geht es um einen Fleischskandal, zum anderen um die familiäre Situation Jessicas und ihrem Sohn Finn, den ich von Anfang an mochte. Fragen tun sich auf allen Seiten auf, die aber schlussendlich alle zu meiner vollsten Zufriedenheit geklärt werden.
Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, die nicht zu langen und jedes auf seine Weise spannenden Kapitel haben mich von Anfang an gefesselt und ich konnte mit Lesen kaum Pause machen. Die Angst von Hannah und ihre Erleichterung konnte ich hautnah spüren.
Sehr gut sind die mit vielen kleinen Eigenheiten ausgearbeitete Charaktäre, die sich bald vor meinem inneren Auge abrufen ließen. Gut finde ich auch, dass man bei den drei Hauptschauplätzen immer in den Gedanken von Hannah, Oskar Falkenberg und Jessica und Dennis mit dabei ist. Sehr schnell bin ich dann in die Rolle der Nebenermittlerin geschlüpft, ließ aber hier und da auf eine falsche Fährte führen. Von der so ganz anderen Auflösung des Falles war ich dann doch sehr überrascht. 

Fazit:
Ich habe einen sehr spannenden, nie langatmigen Thriller mit interessanten Personen gelesen. Bitte mehr von Jessica Wolf.
Rodeit, Katrin
Lauernde Schatten

Books in Demand, Nprderstedt
ISBN 9783741270703

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© Gaby Hochrainer, München 2016

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