Mittwoch, 26. Oktober 2016

Thomas Finn - Mordstrand

Die Nordseeinsel Pellworm wird im Februar mal wieder von einem Sturm heimgesucht, als der siebzehnjährige Jan Harms, der zusammen mit anderen Jugendlichen in einem alten Mädchen-Internatsgebäude herum stromert, auf eine Leiche in der Zisterne stößt. Allerdings wird es nicht die einzige Leiche bleiben. Seine Mutter, Gesa Harms, seit kurzem die einzige Polizistin der Insel, muss sich in den nächsten Tagen nicht nur um diese Leichenfunde, die zeitlich ca. 40 Jahre auseinander liegen, kümmern, sondern sich auch gegen einen unsympathischen Kollegen vom Festland zur Wehr setzen.

Dies ist das erste Buch, das ich von Thomas Finn gelesen habe. Und ich hoffe, dass es nicht sein letzte Krimi sein wird.

Ich kenne die kleine Nordseeinsel Pellworm noch nicht. Aber die Beschreibungen der Insel, seiner Bewohner, der widrigen Wetterverhältnisse im Februar und der Brauch des Biikebrennens haben bei mir einen absolut positiven Eindruck hinterlassen.
Die Charaktäre haben alle ihre kleinen und großen Macken, kommen alle lebensecht und nicht überzogen rüber. Besonders Gesa, Jan und der Reporter/Fotograf Arne haben sich meine Sympathien sehr schnell gesichert. Aber es gibt auch Menschen auf der Insel, mit denen ich nicht so klar gekommen bin: der 2. Bürgermeister Gustav Freese z.B.

Die Geschichte ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Immer wiederkehrende Wendungen haben mir das mitermitteln nicht immer leicht gemacht. Neue Erkenntnisse, neue Verdächtige - aber nichts führte bei mir endgültig zum Täter. Kleinigkeiten, leicht zu überlesen, haben bei mir die Spannung bis zum Schluss auf einem sehr hohen Level gehalten. Die Dramatik am Schluss wird durch einen wunderbar positiven Abschluss der Geschichte etwas gemildert.

Ich hatte einige sehr spannende und interessante Lesestunden. Mordstrand bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.


Finn, Thomas
Mordstrand

LYX, Köln
ISBN 9783736301320

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© Gaby Hochrainer, München 2016

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