Mittwoch, 7. März 2012

Finsterau von Andrea Maria Schenkel




Finsterau ist ein Dörfchen in Bayern im Jahre 1944. Afra, Tochter des armen Ehepaares Zauners, kehrt nach Hause zurück. Sie ist schwanger von einem Franzosen und ihre letzte Schankstelle hat sie verloren, weil man sie als Schlampe sah, die sich jedem an den Hals schmeißt.
Was bleibt Afra anderes übrig als zurück nach Hause zu gehen? An den Ort, den sie vor vielen Jahren verlassen hat und von dem sie so froh war, die ärmliche Enge und die Gottesfurcht ihrer Eltern hinter sich zu lassen.
Albert wird geboren und für die Eltern Zauner ist es schwer. Das Dorf zerfetzt sich die Münder über die liederliche Tochter, die mit einem ledigen Kind auf dem Hof hockt und nicht einmal in aller Ehrfurcht die Messe besucht. Die Armut macht es nicht leichter, sie haben nun zwei weitere Mäuler zu stopfen und es lebt sich eher schlecht als recht.
Der Vater wird immer öfter urplötzlich wütend und es entstehen Streitereien zwischen ihm und seiner Tochter. Er vergisst immer öfter Dinge und er glaubt an eine Verschwörung zwischen Frau und Tochter, die absichtlich Dinge verlegen, um ihm einzureden, dass er senil wird. Die Mutter ist bemüht zwischen Vater und Tochter zu vermitteln, kann aber auch nicht immer auf dem Hof sein.
Eines Morgens fährt die Mutter wegen einiger Besorgungen mit dem Fahrrad ins Dorf, der Vater ist auf der nahegelegenen Weide und mäht das Gras. Afra bleibt mit dem kleinen Albert zu Hause und kümmert sich um die Wäsche.
Dann ist Afra tot, erschlagen liegt sie da auf dem Sofa, der kleine Albert schwerverletzt auf dem Boden neben ihr und mit im Raum der Vater. Der stammelt nur noch wirres Zeug und ist absolut apathisch und teilnahmslos. Was ist geschehen in Finsterau? Eine Tochter und ein Enkelkind erschlagen vom eigenen Vater/Großvater?


Erschienen als
gebundene Ausgabe
bei Hoffmann und Campe
124 Seiten
Preis: 16,99 €
ISBN:  978-3-45540381-7

© Buchwelten 2012

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